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Breitbandausbau im Landkreis kommt gut voran – die Ausschreibungen laufen
Mehrmals täglich klingelt das Telefon im Büro von Michael Karwasz. „Wann kriege ich schnelles Internet?“ ist die häufigste Frage, die ihm Bürger stellen. Seine Antwort ist „Bald“. Er ist beim Landkreis Holzminden im Bereich Kreisentwicklung für den Breitbandausbau zuständig. Und sein Projekt geht aktuell gut voran. Momentan laufen die Ausschreibungen, die Finanzierungen stehen bereits, die Bürgermeister sind informiert. Bis Ende 2018 sollen auch in den kleinsten Teilen des Landkreises Verbindungen mit 50Mbit/s möglich sein.

Damit können in einem Haushalt beispielsweise drei Filme parallel auf drei Endgeräten gesehen werden. 4.000 Gebäude in allen Samtgemeinden, im Flecken Delligsen und in den Ortsteilen der Stadt Holzminden werden von dem Ausbau profitieren – unter anderem in Warbsen, Derental, Halle, Lenne-Vorwohle, Ith und Fohlenplacken. Mit der aktuellen Ausschreibung sucht der Landkreis Holzminden als zuständige Behörde nach einem geeigneten Netzbetreiber, wie etwa die Telekom oder Vodafone/Kabel Deutschland. Michael Karwasz erklärt: „Viele Bürger wissen nicht, dass der Breitbandausbau privatrechtlich organisiert ist. Wir verwalten nur die Fördermittel und haben eine unterstützende Funktion.“

Bis Ende August soll der entsprechende Partner feststehen, dabei wird nach dem wirtschaftlichsten Angebot entschieden. Dann gibt es noch allerhand Details zu klären: zum Beispiel müssen Bauanträge geprüft werden; auch müssen bei den Gemeinden die Genehmigungen eingeholt werden, um Wege und Straßen aufreißen zu dürfen, damit die Kabel auch verlegt werden können. Sobald die Planungen des Netzbetreibers abgeschlossen sind, werden die Tiefbauarbeiten voraussichtlich im Herbst dieses Jahr beginnen.

Insgesamt ist das Förderpaket rund 2,73 Millionen Euro schwer. Die Fördermittel für den Breitbandausbau im Landkreis Holzminden kommen aus unterschiedlichen Töpfen des Bundes und der EU. 1,35 Millionen Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“, kurz ELER, wurden bereits im November vergangenen Jahres bewilligt. Über den „Weserberglandplan“ bleibt ein Eigenanteil von rund 278.000 Euro, wovon der Landkreis mehr als die Hälfte trägt. Die andere Hälfte tragen die Gemeinden.

Mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird zusätzlich der Ausbau von Glasfaser in Gewerbegebieten in Bodenwerder, Delligsen und Lauenförde unterstützt. Hier gibt es die Möglichkeit, Glasfaser bis an die Gewerbebetriebe auszubauen. „Der Landkreis Holzminden ist gerade einmal der zweite Landkreis in Niedersachsen, der diese Förderung beantragt hat“, sagt Michael Karwasz.

 

Pressestelle
erstellt am 18.05.2017



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